Unser Roadtrip: Ab nach Süd-Kalifornien – von Cayucos bis Ventura

Anfang

Das Motel in Cayucos war so ziemlich das schönste dieses Trips – auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt wiederholen sollte 😉
In einem Zimmer im Erdgeschoss war ein kleiner, wirklich klitzekleiner Frühstücksraum zu finden, mit vielleicht 4 Tischen. Zum Frühstück bekam man hier das übliche Motelfrühstück, Toast, Bagles, Frischkäse, Marmelade, Peanutbutter, Äpfel, Bananen, Joghurt, Frühstücksflocken, Milch, den typisch amerikanischen Blümchenkaffee… nichts besonderes aber für mich vollkommen ausreichend.
Während ich so auf meinem Erdnussbutter-Gelee-Toast rumkaute (ich hatte auf dieser Tour die Erdnussbutter für mich entdeckt) zog ein riesiger Ständer mit verschiedenen Flyern meine Aufmerksamkeit auf sich. Besonders interessierte mich ein ziemlich knalliger Flyer mit einem Professor im Comicstil. Ein Eislabor wurde darauf angepriesen. – Na ja, Eis kann man ja immer essen und für experimentelle Sorten bin ich ja auch zu haben, also mal kurz aufstehen und den Flyer grabben. – Gedacht, getan!
Ich studierte also den Flyer, was wiederum Thomas auch neugierig machte. Schnell haben wir dank GoogleMaps herausgefunden, wo das Ice Cream Lab zu finden war und *freu freu freu* es lag praktisch auf unserer Route. Also dann auf ins Abenteuer!

Blick von einer Plattform über der Steilküste

Bevor wir aber wieder ins Auto stiegen machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Meer um etwas die Morgensonne zu genießen und den Ausblick auf die Küste von Cayucos natürlich.

Wie an vielen Orten an der Küste gibt es auch in Cayucos eine öffentlich zugängliche Plattform, von der aus man auf das Meer blicken kann. Neben dieser Plattform führt meist eine Treppe an der Steilküste hinunter bis zum Strand. In Cayucos ist der Strand, je nachdem ob gerade Ebbe oder Flut herrscht, mehr oder weniger gut zugänglich.

Panoramablick auf dem Weg zum Strand

Jetzt war wieder Kofferraum packen angesagt, mittlerweile hatten wir ja Übung darin und deshalb war dies schnell erledigt. Ich weiß gar nicht, ob ich das in einem früheren Artikel bereits erwähnt hatte, aber es war zu Anfang ganz schön knifflig, bis wir die ideale Konstellation gefunden hatten, die es uns ermöglichte, beide Gepäcksstücke im Kofferraum unterzubringen. Zum Glück hatten wir schon damit gerechnet, dass in einem Cabrio der Kofferraum nicht besonders groß ist und sind deshalb nur mit einem Koffer und einem kleineren Handgepäckskoffer angereist.

Unser nächster Halt war der Morro Rock, also viel mehr der Morro Rock Beach mit Blick auf den Rock.

Einen traumhaften Sandstrand findet man in der Morro Bay

Schon von weitem kann man den Morro Rock in der ferne erkennen, aber möchte man zum Strand gelangen, muss man zuerst ein paar Sanddünen erklimmen. Es war noch relativ früh am Morgen (10 Uhr) deshalb war der Strand noch praktisch leer und wir hatten viel Spaß zu Filmen und ein paar Selfies zu schießen.

Der Morro Rock ist ein Felsen aus vulkanischem Gestein, der 177 m hoch am Eingang der Morro Bay aus dem Wasser ragt. Ansonsten gibt es an dieser Stelle aber leider nicht so viel zu sehen, für Surfer oder andere Strandbesucher war es wohl auch noch etwas zu früh, deshalb sind wir auch ziemlich schnell wieder zurück zum Auto und haben unsere Tour fortgesetzt, das Ice Cream Lab wartete ja auf uns…

Grandiose Wellen am Pismo Beach

Einen kurzen Stop legten wir gegen Mittag noch am bekannten Pismo Beach ein. Auch hier führte wieder eine lange Holztreppe die Steilküste hinunter bis zum schönen, angenehm leeren, Sandstrand.
Ich bin ja immer wieder von den Wellen begeistert, die es hier an der Westküste der USA gibt, ich könnte ihnen einfach stundenlang zusehen. Deshalb hab ich auch gefühlt 1.000 Fotos nur vom Meer, den Wellen und der Brandung geschossen, weshalb die Speicherkarte sich auch ziemlich schnell füllte 🙁 .

Monarchfalter im „Pismo State Beach Monarch Butterfly Grove“

Ich hatte ja schon davon gehört, dass es die Monarchfalter (unter anderem durch die Serie „The Dome“ sehr bekannt) im Winter nach Kalifornien zieht und sie dort dann so zu sagen in Schmetterlings-Kolonien zu finden sind. Da dies laut Internet aber erst später im Jahr (so Dezember bis März) der Fall sein sollte, war ich wahrlich begeistert, als wir bei Pismo Beach ein kleines Schutzgebiet entdeckten, in dem die schönen Falter zu finden sind.

Es waren Unmengen dieser Schmetterlinge, überall! Sie flatterten zwischen uns hindurch, hingen in riesigen Trauben an den Bäumen, tummelten sich auf dem Boden und natürlich den Futterstellen.
Es war so wunderschön und erfüllend zwischen den Faltern zu stehen und sie einfach nur zu beobachten. Ich hatte mir natürlich in den Kopf gesetzt, einen im Flug zu fotografieren, aber sie waren einfach zu schnell für mich. Also habe ich mich auf die an den Bäumen hängenden Exemplare konzentriert, die haben zwar auch nicht still gehalten – sie halten einfach niemals still – aber durch die bloße Menge an Faltern standen die Chancen gut den ein oder anderen auch mit (halbwegs) offenen Flügeln auf das Bild zu bekommen.

Hier der erste Teil unserer Tagesetappe – von Cayucos bis Pismo Beach:

 

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