Eine besondere Zeit im Jahr

Ich sitze gerade im Wohnzimmer vor unserem tollen Christbaum mit den knatschbunten Kugeln und lasse das vergangene Jahr, vor allem aber die Advents- und Weihnachtsszeit, Revue passieren.
Irgendwie habe ich das Gefühl alles verpasst zu haben, dabei war ich doch eigentlich so früh mit allem dran?

Feuerwerk at Disney

Die erste Weihnachtsparty hatten wir bereits Mitte November im MagicKingdom absolviert und ich muss sagen, dass ich dort das Weihnachtsgefühl in diesem Jahr am stärksten wahr genommen habe. Evtl. lag es an der Tiefenentspannung des Urlaubs oder daran, dass Disney es einfach drauf hat einen zu verzaubern und einen wieder das Kind sein lässt, dass Weihnachten einfach nur genießt… wer weiß.

Tatsache ist aber, dass mich nach dem Urlaub der Alltag ziemlich schnell wieder hatte, zu schnell.
Es blieb kaum Zeit nachzudenken, geschweige denn sich auf Weihnachten zu freuen. Gerade auf EINEN Christkindlmarkt habe ich es dieses Jahr geschafft und das auch nur, weil ich das unbedingt mit meinen Eltern machen wollte. Kaum einen Abend haben mein Mann und ich zusammen verbracht, zu viele Weihnachtsfeiern und Termine. Zwischen Arbeit, Plätzchen backen und den anderen Dingen die man eben erledigen muss, war kaum Zeit zum Durchatmen und dann ist plötzlich der Heilige Abend da und man wundert sich, wo die letzten Wochen hin sind.
Und dann muss ich an das Lied von Hubert von Goisern denken „Heast as ned, wia die Zeit vergeht“ … und dann denk ich mir, ist das alles? Wo will ich hin? Was macht mich glücklich? Wo ist der Sinn? Was wartet noch auf mich?
Ich zweifle oft an mir auch wenn es vermutlich nicht so aussieht. Bin ich gut genug? Treffe ich die richtigen Entscheidungen? Habe ich mich richtig verhalten?

Ich liebe meinen Mann und fühle mich in unserem Zuhause wohl und geborgen. Ich liebe meine Eltern und bin ihnen dankbar für alles, was sie für mich tun. Ich weiß, dass sie alle immer und bedingungslos für mich da sind.
Mir macht Spaß, was ich beruflich tue, mein Team macht meine Arbeit zu etwas gutem etwas besonderem, wenn sie nicht wären, hätte ich mir vermutlich schon lange etwas anderes gesucht.
Aber trotz allem habe ich das Gefühl, dass da noch mehr ist, dass ich meinen endgültigen Platz noch nicht gefunden habe.

Es geht auf das Jahresende zu… (lach) …da hatte ich schon als Jugendlicher immer einen Hang zur Melancholie und Dramatik. Verrückt, dass mir solche Gedanken immer zu Sylvester durch den Kopf schießen.
Vielleicht weil ich zur Weihnachtszeit doch mehr zur Ruhe komme, als ich mir eingestehen möchte. Vielleicht weil ich zu dieser seltsamen Zeit im Jahr mehr bei mir bin als das ganze Jahr sonst…

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