Asia-Fest München 2017 – Review

Abendstimmung am Asia-Fest München
Letzten Freitag haben mein Mann und ich das Asia-Fest in München-Riem besucht. Auf der Homepage wurde das Event groß mit Marktständen, Food-Trucks, großem Feuerwerk und Wasserfontänen-Show angepriesen und da Essen und Feuerwerk eine grandiose Kombination sind, haben wir uns kurzfristig entschieden dort gegen Abend vorbei zu schauen.

Nachdem wir endlich den Eingangsbereich gefunden hatten, wäre ich am liebsten wieder umgedreht, als ich die ellenlange Schlange vor dem Kassenhäuschen erblickte. Nun waren wir aber schon einmal da und hatten auch die Parkgebühren von 3 Euro bezahlt. Also hieß es anstehen. Nach ca. 20 Minuten waren wir auch schon an der Reihe und durften für den stolzen Preis von 10,50 Euro pro Person eine Eintrittskarte erwerben. Hierzu muss ich sagen, dass ich zu diesem Zeitpunkt einer älteren Dame, die ein Stück hinter uns in der Schlange stand, vollkommen Recht geben musste. Sie war nämlich der Meinung „Was? Das kostet auch noch Eintritt? Es ist doch nur ein Markt!“

Was soll ich sagen…nach dem Eingangsbereich schien es wirklich nur ein „Markt“ zu sein. Mit größten Teils relativ einfachen und lieblosen Pavillions und Zelten. Die Musik auf der Bühne hatte wenig mit Asien zu tun, außer dass bei der Hip-Hop-Gruppe, die gerade dort oben stand, ein Asiate dazu gehörte.

Marktstand mit japanischen Lunch-Boxen und Reisformern
Es gab kleine Stände aus verschiedenen Teilen Asiens, etwas Kunsthandwerk, japanische Lunchboxen, exotische Süßigkeiten und vor allem Essen.

Gegrillte Spieße in diversen Ausführungen
Da wir ja vor allem auch wegen des Essen hingefahren sind, drehten wir zuerst eine Runde über den Platz um die verschiedenen Food-Trucks und -Zelte zu begutachten. Vieles war aus meiner Sicht zu teuer für die Menge die hinterher auf dem Teller gelandet ist.

Khanittha im Werksviertel – ein kleines Restaurant mit authentischem thailändischem Essen und einer gaaaanz lieben Inhaberin
Wir haben uns für eine kleine Auswahl entschieden. Irgendwo an einem Stand hatten wir uns einen Reiskuchen mit Lachs mitgenommen, am Zelt von „Khanittha im Werksviertel“ haben wir uns einen Glasnudelsalat besorgt und bei TurboBao haben wir einen Bao (= ein gedämpftes chinesisches Brötchen) Burger erstanden, mein Mann mit glasiertem gezupften Schweinebauch und ich mit Zitronentofu und salziger Mango.

Vor dem Genuss mussten wir uns erst einmal laaaaaange anstellen…
Am Besten haben uns die Burger geschmeckt, sie waren eine echte Geschmacksexplosion! Bei mir der leicht zitronige Geschmack des Tofus zusammen mit der säuerlich-süßen Mango und einer leichten Sesam-Note, dazu ein herrlich luftiger Teigfladen in dem alles „verpackt“ war, zum niederknien! Die beiden Varianten konnte man sich entweder mit einem weißen oder (für unerschrockene) einem schwarzen Bao zubereiten lassen. Geschmacklich macht dies allerdings keinen Unterschied.

Geschmacksexplosion zwischen zwei luftigen schwarzen Bao-Hälften
Der Glasnudelsalat wurde ganz frisch direkt vor uns zubereitet. Mit Tomaten, Koriander und vor allem Chilli. Ich muss sagen, dass war mal wirklich original Thailändisches Essen. Wirklich richtig scharf (im Gegensatz zum Foto) aber auch super lecker!

Drachenscharf! – Dieser Glasnudelsalat – richtig authentisches Thai-Food
Der Reiskuchen, na ja, war nicht so ganz mein Fall. Irgendwie wurde der im Mund immer mehr durch den vielen Sushi-Reis. Wenn der Reis etwas stärker mit Reisessig gewürzt gewesen wäre, dann hätte ich ihn vermutlich besser gefunden.

Wenn ihr mehr wissen wollt, dann schaut euch am Besten unsere ausführliche Review zum Asia-Fest und der kleinen Essensauswahl an:

Aber neben dem besagtem Burger gab es nach Einbruch der Dunkelheit noch ein ganz anderes Highlight. Nämlich das groß angekündigte Feuerwerk.

Und es war wirklich ein grandioses Feuerwerk! Wir hatten uns ja nicht viel davon erhofft, waren dann aber extrem begeistert und mussten zugeben, dass es das beste Feuerwerk war, dass wir außerhalb der USA bisher gesehen haben.

Wir waren super nah dran und oftmals befanden sich tausende funkelnder und glitzernder Feuersternchen genau über unseren Köpfen. Ein Träumchen und ein gelungener Abschluss eines heißen Sommertags.

Das Video vom Feuerwerk könnt ihr hier bewundern:

Im großen und ganzen hat mich erst das Feuerwerk milder gestimmt und mit dem hohen Eintrittspreis versöhnt. Das Fest an sich ist Ausbaufähig, mehr Deko für das Asia-Feeling hätten dem ganzen gut getan und vor allem eine besser Toiletten-Situation. Dixi-Klos sind bei solchen Veranstaltungen aus meiner Sicht einfach nicht mehr zeitgemäß.

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